Sonne ans Netz – Photovoltaikanlage an Rudersdorfer Grundschule eingeweiht


Pressemitteilung der Stadt Wilnsdorf vom 16. September 2010

Sogar die Sonne kam auf eine kurze Stippvisite vorbei: Am vergangenen Mittwoch wurde in der Grundschule Rudersdorf die neue Photovoltaikanlage eingeweiht. Seit Juni bedecken 165 Solarmodule das Dach der Grundschule, installiert und betrieben von der Bürgerenergiegenossenschaft Südwestfalen (BEG-SW).Zur Einweihung erhielt die Klasse 4a eine kurze Lektion in Sachen Photovoltaik. Die Solarmodule fangen Sonnenstrahlen ein und erzeugen daraus Energie, so war zu lernen. Dank einer Anzeigetafel im Foyer der Grundschule können die Kinder jederzeit erfahren, wie viel Strom „ihre“ Anlage schon produziert hat. Aktuell steht der Zähler bei etwa 9500 kWh, nach nicht einmal sieben Wochen am Netz. Einen anschaulichen Vergleich hatte Brigitte Korpok, Vorstandsmitglied der BEG-SW, parat: „Eine vierköpfige Familie verbraucht im Jahr rund 4.000 kWh Energie, also hat die Anlage schon zwei Haushalte für ein Jahr mit Strom versorgt“.

Stromerzeugen mittels Photovoltaik geht also ganz einfach, erkannten die Kinder. Ihnen stellte sich darauf hin die Frage, warum noch nicht mehr Solaranlagen installiert seien. Eine sehr gute Frage, bestätigte auch Brigitte Korpok. „Wir sind immer auf der Suche nach geeigneten Flächen“, warb sie für die BEG-SW. Auch die Gemeinde Wilnsdorf unterstützt den Bau von Photovoltaikanlagen. „Wir haben bereits alle in Frage kommenden Dachflächen vermietet, damit Investoren dort Solaranlagen errichten können“, erklärt Josef Nordmann, Leiter des Fachbereiches Bauen. 4.000 m² kommunale Dachflächen standen zur Verfügung.

In die Bürgersolaranlage auf dem Dach der Grundschule investierte die BEG-SW rund 110.000 Euro. Die Anlage erbringt eine Leistung von 33,5 kWp, im Laufe eines Jahres könnten 28.500 kWh ins Stromnetz eingespeist werden. Eine stattliche Leistung – zum Vergleich: Der Jahresverbrauch der Grundschule Rudersdorf samt Turnhalle liegt bei 21.500 kWh. Interessierte Bürger können übrigens noch Genossenschaftsanteile erwerben. „Wir betreiben bereits vier Anlagen, und planen natürlich weiter“, so Brigitte Korpok. Informationen sind auf der Internetseite der Bürgerenergiegenossenschaft, www.tausendmegawatt.de, zu finden.