Jahresrückblick 2013


Ein bewegtes Jahr nähert sich dem Ende – Anlass für uns, einen kleinen Rückblick zu halten.

Solarstromanlagen

Unsere acht vorhandenen Anlagen laufen weitgehend problemlos. Lediglich die Anlage auf der Feuerwache in Siegen erzielte von Anfang an nicht die zugesagten Erträge. Mehrere Versuche, die Anlage nachzubessern, hatten nicht den gewünschten Erfolg. Wir haben mit dem Installateur der Anlage einen Vergleich geschlossen und eine erhebliche Minderung des Kaufpreises erreichen können. So bleiben die schlechten Erträge zwar unbefriedigend, aber zumindest haben wir einen finanziellen Ausgleich erhalten.

Alle Anlagen mit mehr als 30 KW wurden fristgerecht vor dem Jahresende mit Funk- rundsteuergeräten nachgerüstet.

Die Erträge liegen in diesem Jahr witterungsbedingt einige Prozent unter den Vorjahreserträgen. Dennoch werden wir voraussichtlich unser Planergebnis erreichen.
Neue Anlagen konnten wir auf Grund der schwierigen Marktsituation nicht in Betrieb nehmen. Wir haben jedoch die Hoffnung noch nicht aufgegeben, zukünftig wieder Anlagen zu bauen. Wir suchen weiterhin nach Objekten, bei denen ein möglichst hoher Anteil des produzierten Stroms direkt vom Gebäudenutzer abgenommen werden kann.
Mangels eigener Projekte haben wir uns mit einer Kommanditeinlage an einer Freiflächenanlage in Arnsberg beteiligt (nähere Infos unter Bürgersolar Arnsberg).

Windenergie

In diesem Jahr hat sich wieder gezeigt, dass Windenergieprojekte einen sehr langen Atem benötigen. Viele Windenergieprojekte in der Region, die sich noch in der Planungsphase befinden, sind ins Stocken geraten und kommen nur sehr langsam voran. Wir stehen weiterhin in Kontakt mit Waldgenossenschaften, die an einem gemeinsamen Projekt interessiert sind.

Nahwärmenetz – Abwärmenutzung Stahlwerk in Siegen-Geisweid

Wie wir schon in der Generalversammlung berichtet hatten, gibt es Ideen, die bisher ungenutzte Abwärme des Stahlwerks der Dt. Edelstahlwerke in Geisweid zur Wärmeversorgung und/oder Stromerzeugung zu nutzen und ein Nahwärmenetz aufzubauen.

Diese Ideen haben sich in den vergangenen Monaten sehr erfreulich weiter entwickelt und konkretisiert. Im Oktober wurden umliegende Großverbraucher (Gewerbebetriebe, Uni, Schulen, Verwaltungen) eingeladen um festzustellen, ob sich genügend Abnehmer für Wärme finden. Nur dann macht das Projekt ja überhaupt Sinn. Inzwischen sieht es so aus, dass das Interesse potentieller Abnehmer größer ist als das Angebot von ca. 15 MW (weitere Infos über die Veranstaltung).

Um das Projekt weiter voran zu treiben, wurde am 9.12.13 die „Energie für Geisweid GmbH“ gegründet. Neben der BEG-SW sind die Dt. Edelstahlwerke, die Firma TMT (die Wärmenetze projektiert und baut), die Volksbank Siegerland und über den Siegerlandfonds II die Sparkasse Siegen als weitere Gründungsgesellschafter dabei.
Die Projektgesellschaft wird zunächst auf dem Gelände des Stahlwerks eine kleine Hackschnitzeltrocknungsanlage betreiben. Die Anlage soll bereits im Januar installiert werden.

Wir freuen uns sehr, dass wir an diesem interessanten Projekt mitwirken können, das bisher durchweg auf sehr positive Resonanz gestoßen ist. Lässt sich so ein Projekt wirtschaftlich umsetzen? Können die Wärme oder der aus der Wärme erzeugte Strom zu konkurrenzfähigen Preisen angeboten werden? Wie kommt die Wärme zum Verbraucher – welche Trassen kommen für die Leitungen in Frage – gibt es andere mobile Konzepte? Welche Fördermittel können wir für so ein Pilotprojekt bekommen? Diese und viele andere spannende Fragen werden im kommenden Jahr zu klären sein.

Mitgliederentwicklung und Finanzen

In 2013 haben wir weitere neue Mitglieder gewonnen. Unser Kapital (Geschäftsguthaben) hat sich auf knapp 600.000 Euro erhöht. Wir nehmen weiterhin gerne neue Mitglieder auf, jedoch nur mit 10 Geschäftsanteilen, also 500 Euro. Um die Rendite der vorhandenen Geschäftsanteile nicht zu belasten, nehmen wir bis auf weiteres keine Aufstockungen an. Das wird sich natürlich wieder ändern, sobald wir Kapitalbedarf für neue Projekte haben.

Ausblick

Wir beobachten mit Sorge, wie sich in den letzten Monaten die Stimmung gegenüber der „Energiewende“ und den „Erneuerbaren Energien“ verändert hat. Auch die Rahmenbedingungen für neue Solar- und Windenergieanlagen verschlechtern sich weiter.
Wir halten weiterhin die effiziente Energienutzung und die Umstellung auf erneuerbare Energien für eine große gesellschaftliche Aufgabe, an deren Umsetzung wir weiterhin mit aller Kraft mitwirken wollen.

Wir freuen uns, mit dem Abwärmeprojekt in einem Bereich tätig werden zu können, der unabhängig vom Fortbestand des EEG ist und auf große Akzeptanz trifft.

Mit sonnigen Grüßen und den besten Wünschen für das vor uns liegende Jahr 2014!
Der Vorstand der BEG SW

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